Ulmensterben
Seit Anfang letzten Jahrhunderts grassiert in Mitteleuropa das Ulmensterben. Es handelt sich um eine durch den Ulmensplintkäfer übertragene Pilzerkrankung, welche die Ulmen dazu veranlasst, den Kranktheitserreger einzukapseln. Mit Hilfe dieser Verthyllung der Wasserleitbahnen versucht der Baum, sich gegen den Schädling zu wehren, jedoch in der Regel ohne Erfolg. Im Endstadium sind sämtliche Wasserleitbahnen eines Baumes oder Astes verschlossen, was zum Absterben führt. Daher findet man bei uns diese ehemals weit verbreitete Baumgattung nur noch selten. Die Krankheit ist nicht heilbar. Als Gegenmaßnahme können neuere Ulmensorten gepflanzt werden, die gegen den Erreger resistent sind. Als resistente Ulmensorte gilt: Ulmus ‚Dodoens'. Relativ widerstandsfähig sind: Ulmus ‚Lobel' und Ulmus ‚Plantijn'. Selbst die nicht restistenten Sorten sollten sporadisch weiter verwendet werden, um den von ihnen abhängigen Lebewesen Nahrung zu bieten.
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