Gartenplanung
5. Gartenplanung kreativ unter Anleitung
5.1 Vorentwürfe

Im nächsten Schritt der Gartenplanung entwickelt der Planer einen sogenannten Vorentwurf. Dies geschieht in der Regel im Büro des Planers. Oft werden auch mehrere unterschiedliche Alternativen gezeichnet, damit der Kunde eine größere Auswahlmöglichkeit hat und sieht, welche Potenziale das Gartengelände bietet. Viele Kunden wünschen sich einen formalen Vorentwurf mit geraden Linien und rechten Winkeln und als Alternative einen Entwurf mit geschwungenen bzw. freien Formen.
5.1.1 Wie sieht ein Vorentwurf aus?
Der Vorentwurf ist in der Regel eine Handzeichnung im DIN A 4-Format, anschaulich und in der Regel farbig, damit ihn jeder gut verstehen und lesen kann. Er kann zum Beispiel durch gezeichnete Ansichten oder Perspektivzeichnungen besonders gut verständlich gemacht werden. Ein wichtiges Ziel der Gartenplanung besteht ja darin, die fertige Situation im Voraus anschaulich darzustellen.
Der Vorentwurf dient vor allem dazu, eine geeignete Raumaufteilung und ein individuelles Gestaltungsthema zu finden.Es werden bereits alle wesentlichen gewünschten Gartenelemente wie Wegeflächen, Teich, Pergola und Bäume maßstäblich im Plan eingezeichnet. Bei sehr bewegtem Gelände oder Hanggrundstücken werden auch schon ganz grob Höhenmaße zur Orientierung angegeben.
Beispiele für Vorentwürfe finden Sie hier.
Beispiele zu einigen Vorentwürfen unserer Projekte:
5.1.2 Was ist eine Kostenschätzung?
Zum Vorentwurf kann als Bestandteil der Gartenplanung auch eine Kostenschätzung für die Baumaßnahme erstellt werden. Hierzu werden grob die Mengen ermittelt und mit Flächenpreisen multipliziert. Mit der Kostenschätzung erhält man einen zunächst noch groben Kostenrahmen für die Baumaßnahme. Mit zunehmendem Planungsfortschritt kann die Kostenermittlung immer genauer angefertigt werden.
5.1.3 Präsentation
Die Vorentwürfe werden dem Kunden ausführlich präsentiert und etwaige Änderungs- und Ergänzungswünsche werden festgehalten. In der Regel findet dieser Termin beim Kunden statt, so dass die Gartenplanung vor Ort veranschaulicht werden kann. Auf Wunsch kann die Zeichnung mittels roter Sprühfarbe auf den Rasen übertragen werden.
Der Gartenbesitzer entscheidet sich für die ihm am meisten zusagende Vorentwurfsalternative, welche in den aufbauenden Schritten ggf. angepasst und weiter detailliert wird.
5.2 Entwurf als Hauptbestandteil der Gartenplanung
5.2.1 Wann ist ein Entwurf nötig?

Bei größeren Bauvorhaben wird meistens aus dem Vorentwurf ein genauerer Entwurf entwickelt. Bei einfachen Projekten, wie es viele Privatgärten sind, kann dieser Planungsschritt gelegentlich übersprungen werden. Der Entwurf wird vom Gartenplaner in dessen Büro entwickelt und gezeichnet.
5.2.2 Wie sieht ein Entwurf aus?
Wie der Vorentwurf wird der Entwurf sehr anschaulich und meist farbig gestaltet und ist damit auch für den Laien gut verständlich. Auch hier können Ansichten und Perspektivzeichnungen einer besseren Verständlichkeit dienen.
5.2.3 Was ist im Entwurf enthalten?
Der Entwurf wird aus dem Vorentwurf weiterentwickelt, gewünschte Änderungen, die beim letzten Gesprächstermin erörtert wurden, werden eingearbeitet. Insgesamt beinhaltet der Entwurf schon genauere Detailangaben als der Vorentwurf, z.B. wichtige Wegebreiten, wesentliche Höhenangaben und konzeptionelle Aussagen zur Bepflanzung. Auch die vorgesehenen Materialien wie Betonpflastersteine können zumindest zum Teil schon bemustert und ausgewählt werden.
5.2.4 Was ist eine Kostenberechnung?
Zum Entwurf kann eine Kostenberechnung angefertigt werden, in der die Kosten für alle vorgesehenen Gartenelemente noch einmal genauer als in der Kostenschätzung ausgewiesen sind. Im Bedarfsfall kann Im Rahmen der weiteren Planung lenkend Einfluss auf die entstehenden Kosten genommen werden.
5.2.5 Weitere Elemente und Präsentation
Gerade bei größeren Bauvorhaben wird zusätzlich zur zeichnerischen Gartenplanung häufig ein Erläuterungstext erstellt. Dieser behandelt die grundlegende Planungsidee und geht zum Teil auch auf einzelne Gartenelemente und vorgesehene Materialien sowie Pflanzenarten ein.
Der Entwurf wird wiederum beim Gartenbesitzer präsentiert, bei der die Planung genau erläutert wird. Unter Umständen werden noch einmal kleinere gewünschte Änderungen sowie die weiteren Planungsschritte besprochen.
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Dipl.-Ing. Johannes Windt
Deutschlandweiter Ingenieurverbund für Garten- und Landschaftsplanung "Frischer Windt"
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