Gartenplanung
2. Einwandfreie Technik durch Gartenplanung
Durch eine gute Gartenplanung ist die Erreichung optimaler technischer Lösungen gewährleistet. So können viele Fehler und Gefahrenquellen und damit verbundener Ärger vermieden werden. Dies erspart auch unnötige Kosten. Technisches Wissen bis ins Detail ermöglicht einen wirklich qualitätsvoll ausgebauten Garten, der auch langfristig erfreut. Bei einer Gartenplanung ist in vielen verschiedenen Bereichen technisches Wissen notwendig. Einige davon sollen hier beispielhaft kurz angeschnitten werden.
2.1 Geländemodellierungen / Erdbewegungen
Verschiedene Böden verlangen nach unterschiedlichen Bauweisen. Hierzu ein paar Beispiele: Nur durchlässige Böden ermöglichen die Verwendung von Sickerpflaster, bzw. Sickergruben. Bei Lehm- und Tonböden etwa kann nur durch Versickerungsberechnungen und eine daran angepasste Planung ein unerwünschter Wasserstau vermieden werden. Weiterhin haben die unterschiedlichen Bodenarten einen Einfluß darauf, wie steil man einen Hang gestalten kann, ohne dass es zu Rutschungen kommt. Bodenarbeiten sind nur bei entsprechender Witterung möglich. Arbeiten am regennassen Boden führen zu Verdichtungen, die das Pflanzenwachstum beeinträchtigen können.
2.2 Pflanzen
Mit entsprechendem Fachwissen wird ein Garten zum Pflanzen- und Blütenparadies, in dem sich die Pflanzen gut entwickeln und relativ wenig Pflege benötigen. Da jede Pflanze als Individuum reagiert, ist es Aufgabe der Gartenplanung, geeignete Pflanzen für den vorhandenen Gartenstandort auszuwählen und Pflanzenbilder zu entwickeln, die Sie als Gartenbesitzer ansprechen. Näheres hierzu finden Sie unter dem Punkt Bepflanzung.
2.3 Rasen
Die richtige Saatgutmischung für den eigenen Garten erfüllt individuelle Wünsche, zum Beispiel nach einer heimischen Blumenwiese, nach einem strapazierfähigen Rasen oder nach Spezialrasen, der auch in schattigeren Bereichen gedeiht. Hierzu sind speziell angefertigte Mischungen (Regelsaatgutmischungen) erhältlich. Neben der Saatmischung spielen natürlich der Boden, die Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung eine große Rolle für einen dauerhaft schönen Rasen.



2.4 Wegebau
Belagsflächen sind in fast jedem Garten zu finden, etwa in Form von Terrassen, Wegen oder als Stellplatz für das Auto. Aufgabe der Gartenplanung ist es, die jeweils geeigneten Substrate und Materialstärken für den Unterbau auszuwählen, damit später keine Setzungen entstehen. Auch Details für Randeinfassungen oder für die Oberflächenentwässerung werden für die Belagsflächen entwickelt. Am Markt sind zahlreiche Anbieter vertreten, die Pflastersteine, Terrassenplatten, Stufen und andere Baustoffe anbieten. Die Materialien unterscheiden sich im Preis und der Qualität deutlich. Manche Steine blühen aus, andere nicht, manche behalten ihre Farbe, andere waschen in einigen Jahren aus.
Weitere Hinweise zum Thema Terrassengestaltung finden Sie hier.
Trockenmauer
2.5 Mauern
Bei freistehenden Mauern oder Stützwänden werden im Rahmen der Gartenplanung Wandstärken und Fundamente richtig dimensioniert, geeignete Materialien verwendet und die Funktionsfähigkeit der Entwässerung sicher gestellt. Bei komplizierteren Mauerkonstruktionen ist mitunter durchaus auch die Mitarbeit eines Statikers angebracht.
Näheres zum Mauerwerksbau finden sie hier.
2.6 Treppen
In der Gartenplanung werden die in Frage kommenden Materialien für eine Treppe ausgewählt, wovon wiederum die Bauweise einer Treppe abhängt. Zudem wird eine Treppe durch vorherige Berechnung des Stufenverhältnisses und der Podeste so angelegt, dass sie bequem zu begehen ist. Grundlage hierfür ist das menschliche Schrittmaß von durchschnittlich 65 cm.
Nähere Infos zu Treppen und Rampen
2.7 Holzbau
Im Garten ist das Holz in der Regel der Witterung ausgesetzt, so dass hier die Auswahl geeigneter Holzarten und konstruktiver Holzschutz eine besonders große Rolle spielen. Durch eine individuelle Gartenplanung erhält man oft kostengünstige Holzelemente wie Pergolen oder Sichtschutzzäune, die in der Gestaltung auf den Stil des Wohnhauses zurückgreifen und mit ihm harmonieren.
Ein Beispiel für eine Holzterrasse finden Sie hier.

2.8 Wasseranlagen
Wasseranlagen werden in unterschiedlichsten Formen geplant, wie zum Beispiel Naturteiche, rechteckige Wasserbecken, Springbrunnen, Bachläufe, Sumpfbecken oder Schwimmteiche. Das Fachwissen in der Gartenplanung reicht hier von geeigneten Teichmaterialien über technische Einrichtungen wie Pumpen, Filteranlagen, Uferfiltrate bis hin zu einer optimalen Bepflanzung. Gerade beim Bau von Schwimmteichen ist sehr viel spezielles Fachwissen nötig, damit vor allem eine gute Wasserqualität langfristig gegeben ist.
Mehr zum Thema Schwimmteich finden Sie hier.
Mehr zum Thema Gartenteich finden Sie hier.
2.9 Dachbegrünung
Dachbegrünungen können extensiven Charakter haben und damit sehr pflegeleicht sein. Sie können aber auch ausgesprochen intensiv sein und lassen sich dann optisch von einem gewöhnlichen Garten nicht mehr unterscheiden. Um solche Bilder zu verwirklichen, beschäftigt sich die Gartenplanung mit vielen Details wie statisch möglichen Aufbauhöhen und Materialien, mit dem Durchwurzelungsschutz, den Randbefestigungen oder der Auswahl geeigneter Pflanzen.
Mehr zum Thema Dachbegrünung finden Sie hier.
Zahlreiche andere technische Gebiete, wie zum Beispiel Metallbau, Oberflächenentwässerung, ingenieurbiologische Bauweisen, Zaunbau und Betonbau sind Fachgebiete eines Gartenplaners.
Ihren Fachmann, bzw. Ihre Fachfrau für Gartenplanung finden Sie hier.
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