Gartenplanung
4. Erste Schritte einer Gartenplanung
Es ist vom jeweiligen Garten abhängig, wie eine Gartenplanung konkret abläuft. Einfache Projekte können einfach geplant werden, anspruchsvollere Aufgaben erfordern eine anspruchsvolle Gartenplanung. Prinzipiell gibt es jedoch folgende Planungsschritte, von denen einzelfallbezogen die einen oder anderen notwendig sind.
4.1 Klären der Wünsche und des Kostenrahmens

Zuerst wird bei einer Gartenberatung geklärt, welche Wünsche und Vorstellungen der Gartenbesitzer für die zukünftige Gestaltung hat. Oft weiß man ja schon, dass man einen Teich und eine Terrasse anlegen möchte oder welche Formensprache favorisiert wird.Hierzu führt der Gartenplaner ein ausführliches Gespräch mit dem Kunden, zeigt in der Regel Bilder mit verschiedenen Gartenbeispielen und nimmt den Ist-Zustand des Geländes in Augenschein. Meist entstehen schoin vor Ort erste Ideenskizzen. Ganz wichtig ist hierbei auch, dass der mögliche,bzw. gewünschte finanzielle Rahmen so weit möglich abgesteckt wird. Entweder der Kunde hat einen Kostenrahmen, den es einzuhalten gilt, oder er hat inhaltliche Wünsche und der Gartenberater gibt eine grobe Kostenschätzung ab.
Dieser erste Schritt ist das Fundament auf dem die weitere Vorgehensweise aufbaut, da ein Garten entstehen soll, der für den Gartenbesitzer optimal gestaltet ist und mit dem er sich identifizieren kann.
4.2 Preisangebot für die Gartenplanung
Nach dem Beratungstermin erhält der Kunde ein Preisangebot über die für das konkrete Projekt sinnvollen Leistungen der Gartenplanung. Hier ist genau aufgeführt, welche Planungsphase wie viel kostet. Mit seiner Unterschrift beauftragt der Kunde den Gartenplaner mit den dort aufgeführten Leistungen oder mit einigen Teilleistungen davon.
4.3 Bestandsaufnahme
Wird eine weitergehende Gartenplanung nach der Ortsberatung gewünscht, ist eine Bestandsaufnahme des vorhandenen Geländes sinnvoll. Wie umfangreich sie sein wird, hängt von der Aufgabenstellung ab. Prinzipiell gilt, dass die Bestandsaufnahme um so detaillierter wird, je mehr Pflanzen und Ausstattung bereits vorhanden sind und erhalten werden sollen. Auch ein Gelände mit vielen Höhenunterschieden oder Erdmodellierungen erfordert in der Regel eine genauere Aufnahme.
4.3.1 Was wird aufgenommen?
Besonders wichtig sind die genaue Lage der Gebäude mit Fenstern, Türen und Lichtschächten sowie der Grundstücksgrenzen. Zu erhaltende Gartenelemente wie Pergolen, Terrassen oder Teiche und nicht versetzbare Pflanzenbestände und hierbei vor allem Bäume oder größere Sträucher werden kartiert. Elemente, die sich leicht versetzen lassen, werden ganz bewusst nicht eingemessen, sondern nur aufgelistet, um Raum für eine ästhetisch wertvolle Planung zu behalten. Bei freier Entfaltungsmöglichkeit des Künstlers entstehen in der Regel die besten Ergebnisse. Bei größeren Höhenunterschieden werden auch die wesentlichen Höhen des Gartens mit einem Nivelliergerät eingemessen. Ist eine Ausschreibung und die Ausführung durch eine Firma geplant, wird in der Regel auch aufgeschrieben, welche Elemente abzubrechen und zu beseitigen sind. Nur so hat man später eine genaue Kalkulations- bzw. Abrechnungsgrundlage.
4.3.2 Was kann der Gartenbesitzer selbst vorbereiten? Wer macht was?
Die Bestandsaufnahme wird einfacher, wenn Baupläne der Gebäude und Grundstückspläne vorhanden sind. Der Gartenbesitzer kann diese Pläne auch selbst zusammenstellen und damit einen maßstäblichen Grundrißplan vorbereiten. Zur Sicherheit nimmt man im Gelände noch Kontrollmaße, z.B. zu den Abständen zwischen Gebäude und Grundstücksgrenzen.
Die Vermessungs- und Kartierungsarbeiten werden oft vom Auftraggeber und Gartenplaner gemeinsam vorgenommen, da zum Maßbandhalten und Höhennivellieren die Zusammenarbeit von zwei Personen notwendig ist. Immer werden auch Bestandsfotos der Ist-Situation angefertigt, als Gedächtnisstütze für die darauf folgende Gartenplanung.
4.3.3 Was wird mit den Daten gemacht?
Der Planer erstellt aus den gewonnenen Daten einen digitalen Bestandsplan. Dieser dient als Grundlage für alle weitere Gartenplanung.
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Dipl.-Ing. Johannes Windt
Deutschlandweiter Ingenieurverbund für Garten- und Landschaftsplanung "Frischer Windt"
Planung, Gestaltung und Pflege für Außenanlagen aller Art
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