Bambus und andere Pflanzen für den Schwimmteich
Auslegen der Pflanzen am Schwimmteich gemäß Pflanzplanung
Für die Bepflanzung der Anlage haben wir einen Pflanzplan erstellt. Hierin ist genau verzeichnet, welches Gewächs an welchem Ort vorgesehen ist. Für die Auswahl der Pflanzenanordnung spielen neben den Besonnungsverhältnissen vor allem auch die bodentechnischen Standortbedingungen eine große Rolle. Der Garten bietet sowohl sehr feuchte Bereiche im Einflussbereich des Spritzwassers der Wasserfälle als auch sehr trockene Bereiche in den Fugen zwischen den Steinen, welche unter anderem mit Zwergkiefern und Stauden, wie Steinbrechgewächsen gefüllt wurden. Für all diese Situationen gibt es entsprechend spezialisierte Pflanzen.
Die Pflanzplanung stellt bei derart organischen Gartenstrukturen eine grobe Orientierung dar, die darstellt, in welchen Gartenbereichen welche Pflanzen eingebracht werden sollen. Trotz Pflanzplanung ist das Auslegen der Pflanzen besonders wichtig, weil durch die amorphen Natursteinarbeiten nie genau im Vorhinein geplant werden kann, welche Pflanznischen wie groß werden. Das „Feintuning" erfolgt dann auf der Baustelle, insofern wird bei derartigen Projekten immer ein bisschen „improvisiert".
Nachdem ich die Pflanzenlieferung auf Vollständigkeit und Qualität kontrolliert habe, lege ich sie an die vorbestimmten Orte aus und ein Gärtnertrupp der Firma Goertz übernimmt die Pflanzarbeiten. Mein Kollege, Marcin Gasiorowski übernimmt das Auslegen, bzw. „Auswerfen" der Wasserpflanzen.
Da wir als Experten wissen, welche Pflanze welche Standortansprüche hat und da wir ein Bild vor Augen haben, wie die Anlage später einmal wirken soll, können wir den tatsächlichen Pflanzort in Anlehnung an die Pflanzplanung vor Ort optimal festlegen.
Teichwasser
Auf den Bildern ist auch zu sehen, dass sich das Füllwasser des Teichs grün eingefärbt hat. Dies ist ein normaler Prozess, der zeigt, dass die Biologie sich langsam zu entwickeln beginnt. Die Grünfärbung wird durch eine Vielzahl von einzelligen Algen hervor gerufen, welche als unterste Stufe in der Nahrungskette zuerst heran wachsen. Keinesfalls sollte man nun den Filterkreislauf anwerfen, um die Algen rauszufiltern. Damit verstopft man sich nur die Filterstrümpfe. 2-3 Wochen nachdem sich das Wasser grün gefärbt hat, vermehren sich explosionsartig Wasserflöhe und andere Organismen, die sich von den einzelligen Algen ernähren. Diese fressen die Algen auf, werden selbst wiederum von größeren Raubinsekten bejagt und das gesamte Ökosystem pendelt sich langsam in Richtung einer stabilen Biozönose ein. Die temporäre Grünfärbung im Wasser tritt im Frühling jedes Jahr natürlicherweise erneut auf und erledigt sich innerhalb von 2-3 Wochen wieder von selbst. Den Rest des Jahres kann man klares Wasser genießen und im Sommer herrlich darin schwimmen, denn durch die groß dimensionierte Flachwasserzone wärmt sich das Wasser im Sommer schnell auf.
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Dipl.-Ing. Johannes Windt
Deutschlandweiter Ingenieurverbund für Garten- und Landschaftsplanung "Frischer Windt"
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