Wohnumfeldverbesserung
Problembeschreibung vor einer Wohnumfeldverbesserung
In Wohngebieten größerer und kleinerer Städte findet man häufig funktionale, aber etwas lieblos wirkende Außenanlagen. Sie sind gekennzeichnet von großen Rasenflächen, wenigen aber dafür pflegeleichten Pflanzungen. Selten findet man eine Bank, die zum Verweilen einlädt und nur vereinzelt Bäume. Die Wege aus quadratischen Betonplatten führen in der Regel geradlinig von der Straße zum Hauseingang und werden von Mülleimern und dürftiger Beleuchtung begleitet.
Muss das so bleiben?
Vor allem bei größeren Wohnblocks mit vielen Mietwohnungen sind die Anonymität und Austauschbarkeit ein weit verbreitetes Phänomen der Wohnumfeldgestaltung der 60er bis 80er Jahre. Es sind nicht zuletzt die Außenanlagen, der Weg von der Stadt (öffentlich) zur Wohnung (privat), welche ein hohes Potenzial an Kommunikation und Begegnung bergen. Sie können als sozialer Faktor das Miteinander stärken, der Anonymität entgegenwirken und ein positives Lebensgefühl vermitteln.
Was bringt eine Wohnumfeldverbesserung?
Bereits seit mehreren Jahren ist hinsichtlich der Nutzbarkeit, Qualität und Wertschätzung dieser Grünflächen eine Veränderung festzustellen. Einige Quartiere sind bereits umgestaltet und entsprechend der Bedürfnisse der Anwohner attraktiver angelegt.
Diese Wohnumfeldverbesserung ermöglicht:
einen naheliegenden Erholungsraum mit Aufenthaltsqualität
- positives Lebensgefühl durch die attraktive Umgebung
- die Identifikation der Anwohner mit Ihrem Quartier
- eine Erholung von der Hektik der Städte
- Begegnungen, Treffpunkte und Kommunikation
- Spielmöglichkeiten in Wohnungsnähe
- Reduzierung des Vandalismus durch Förderung der sozialen Kontrolle
- sinnliche Erfahrungen und das Erleben der Jahreszeiten
- eine längere Verweildauer der Mieter, weniger Mieterwechsel durch den „Wohlfühlfaktor"
- Reduzieren der Geräuschkulisse bei Innenstadtlage, evtl. kombiniert mit Lärmschutzmaßnahmen den Anwohnern, in ihrem Quartier Spuren zu hinterlassen
-
eine grüne Oase unmittelbar vor der eigenen Wohnung
Durch ein freundliches, angenehmes Wohnumfeld entsteht vor allem ein positives Lebensgefühl. Die weit verbreitete Anonymität verblasst hinter dem „Miteinander", dem Gefühl von „hier bin ich zu Hause, hier fühle ich mich wohl". Wie viel angenehmer ist es doch, Bäume, blühende Sträucher und Stauden vom Wohnzimmerfenster aus zu sehen als weitere hohe, graue Mauern und weitläufige Rasenflächen als Abstandsgrün?
Wie entsteht eine Wohnumfeldverbesserung?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Wohnumfeldverbesserung planerisch zu begleiten:
Klassische Planung einer Wohnumfeldverbesserung
Der Grundstückseigentümer, in Kooperation mit dem Wohnungsverwalter, gibt eine Planung bei einem Landschaftsarchitekten in Auftrag. Dieser erarbeitet auf Grundlage des Bestandes und der Anforderungen der Bewohner ein Konzept für die Wohnumfeldgestaltung unter funktionalen und gestalterischen Aspekten.
Wer nutzt diese Außenanlagen?
- Mütter mit Kindern
- Senioren
- Jugendliche
-
Berufstätige nach Feierabend
Welche Funktionen sind für die Wohnumfeldgestaltung wichtig?
- Müllplätze: unangenehme Unratplätze oder abschliessbar, nur den Anwohnern zugänglich
- beleuchtet, eingegrünt und beschattet, trotzdem einsehbar (kein Gefühl von Hinterhalt, vor allem im Dunkeln)
- Fahrradabstellplätze: in Eingangsnähe, Fahrradbügel statt „Felgenkiller"
- Wegeverbindungen ohne Stolperfallen, möglichst stufenlos und für Rollstuhlfahrer geeignet
- Beleuchtung der Wege und evtl. Plätze
- Entwässerung
- Pflanzung: attraktiv und pflegeextensiv
-
Ausstattung: robust und trotzdem funktionell und ansehnlich
Planungsprozess für Wohnumfeldgestaltung unter Beteiligung der Anwohner
Hier haben die betroffenen Bürgerinnen und Bürger als Nutzer der Grünflächen die Möglichkeit, sich an der Gestaltung aktiv zu beteiligen. Sie können ihren Wünschen und Bedürfnissen Raum geben und einen Einblick in die Zusammenhänge der Umgestaltungen bekommen.
Die Beteiligung der Anwohner und Verwalter an der Planung hat sich vor allem im Hinblick auf die Kommunikation untereinander (Auflösen der Anonymität) und Verbesserung der sozialen Kontrolle (Reduzieren des Vandalismus) bewährt. Durch diese aktive Beteiligung kann eine dauerhafte Verbesserung der sozialen Gesamtsituation entstehen.
Wichtig ist die fachkompetente Moderation dieser Planungswerkstätten, z. B. durch das Planungsbüro Windt, um die vielfältigen Interessen und Nutzungsschwerpunkte in eine reale Planung zu übersetzen.
Nach Abschluss der Planung wird in der Regel eine Leistungsbeschreibung erstellt und die Umgestaltung bei geeigneten Unternehmen, z. B. Landschaftsbaufirmen, in Auftrag gegeben, oder durch das Büro Windt als Generalunternehmung schlüsselfertig abgewickelt.
Vorteile von Planungsbeteiligung und Quartiersmanagement bei der Wohnumfeldverbesserung
Die besonderen Qualitäten und Stärken eines Wohnquartieres können vor allem durch die Kooperation von Bewohnern, Verwaltung, Planern und Eigentümern verstärkt und weiterentwickelt werden. Eine Planungsbeteiligung bietet die Möglichkeit, die Bedürfnisse der jeweiligen Personengruppen zu erkennen und versteckte Potentiale zum Vorschein zu bringen. Es hat sich gezeigt, dass durch diese Kooperationen im Veränderungsprozess mehr Verständnis füreinander entwickelt wird und die Identifikation mit der Umgebung steigt.
Auch ein fester Ansprechpartner vor Ort, z. B. ein Quartiersbüro mit festen Öffnungszeiten, erleichtert die Kommunikation untereinander. Hier können z. B. gemeinsame Aktivitäten angekündigt werden und aktuelle Probleme oder Beschädigungen angesprochen und beseitigt werden. Dieser Ansprechpartner vor Ort ist für das soziale Miteinander sehr wichtig und hat sich im Hinblick auf eine Reduzierung des Vandalismus und der Kriminalitätsrate bewährt.
Im Rahmen des Quartiersmanagementes kann von Seiten der Wohnungsverwaltung die Auswahl der Mieter so gesteuert werden, dass eine gute Durchmischung in Alter und Herkunft erreicht wird und keine „Ghettos" entstehen.
Kontakt Wohnumfeldgestaltung
Unsere freie Mitarbeiterin Dipl.-Ing. (FH) Monika Starr verfügt über 5 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Wohnumfeldverbesserung und kann für Sie die gestalterisch und finanziell passenden Lösungen entwickeln. Viele andere unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ebenfalls ähnliche Projekte bearbeitet und können fachkompetent und ortsnah für Sie tätig werden.
Haben Sie Fragen zur Vorgehensweise, zu Fördermöglichkeiten oder benötigen Sie weitere Informationen, dann sprechen Sie uns an.
Dipl.-Ing. Johannes Windt
Deutschlandweiter Ingenieurverbund für Garten- und Landschaftsplanung "Frischer Windt"
Planung, Gestaltung und Pflege für Außenanlagen aller Art
Kaiserstr. 28, 52445 Titz
Telefon: 0 24 63 - 99 85 56, Mobil: 01 62 - 67 98 49 0
E-Mail: , Internet: www.frischer-windt.de
Rufen Sie uns unverbindlich an und informieren Sie sich! Wir helfen Ihnen gerne weiter.







