Blumenbeet mit Sommerblumen
Dieses Beispiel zeigt Bilder vom selben Blumenbeet wie im Vorjahr. Die Abbildungen stammen aus dem Monat Mai, daher sind die Pflanzen noch klein. Die folgenden Kapitel zeigen, wie sich die Blumenbeete entwickeln. Farbthema ist dieses mal rot-rosa-weiß.
Die Saisonbepflanzung setzt sich zusammen aus einjährigen Pflanzen und Dahlien in verschiedenen Sorten.
Einige Aufnahmen stammen von Stauden in der Nähe dieser Beete.
Was zeichnet ein schönes Blumenbeet aus?
Prachtvoll blühende Blumenbeete sind die Krönung einer jeden Gartenanlage. Die gekonnte Kombination von bodendeckenden und anderen Stauden mit Einjährigen ist eine interessante Aufgabe der Gartengestaltung. Während bodendeckende Stauden von ihrer Textur und Wuchseigenschaften her eher zurückhaltend sind, sind nicht bodendeckende Stauden zumeist Pracht- und Solitärstauden, die durch auffälligen Wuchs und eine große Palette von Blütenfarben und -formen beeindrucken. Während Stauden mehrjährig sind, blühen Einjährige nur für eine Saison. Stauden überwintern mit ihren unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus. Meint man die Summe von Stauden und Sommerblumen spricht man von Gartenblumen.
Einjährige Gartenblumen
Mit ihren auffälligen Farben und schönen Blütenformen erfreuen Annuelle jedes Jahr aufs Neue die Gartenbesitzer. Die Sommerblumen keimen, wachsen und blühen innerhalb eines Jahres. Ihr Lebenszyklus ist nach diesem Jahr zumeist erschöpft, weshalb man sie auch als Annuelle bezeichnet. Einige wenige unter ihnen sind genetisch zwar mehrjährig, werden jedoch bei uns nur einjährig kultiviert, wenn eine Überwinterung zu schwierig ist.
Auf Gartenschauen und internationalen Pflanzenausstellungen kann man die neuesten Züchtungen für das Blumenbeet bewundern. Auch Werbekataloge einschlägiger Anbieter zeigen Neuheiten und Raritäten. Wer die Sommerblumen lieber in natura sehen will, der besucht am besten größere Parks, botanische Gärten oder Schlossanlagen. Hier werden dem Besucher in der Regel nicht nur die neusten Trends vor Augen geführt, sondern auch die Kombination von Sommerblumen mit Stauden und Zwiebeln gezeigt.
Blumenbeete aus Einjährigen - Funktion
Mit einjährigen Gartenblumen kann man temporäre Anlagen sehr gekonnt aufwerten. Dies sieht man zum Beispiel immer wieder auf Bundes- und Landesgartenschauen, wo einzelne Bereiche oder ganze Pflanzenbänder der Verwendung und Zurschaustellung von Sommerblumen, Gartenblumen, Zwiebeln und Knollen vorbehalten sind. Wenn Sie in ihrem Garten einen unfertigen Bereich oder unschöne Ecken haben, die Sie für eine Saison überbrücken möchten, können Sie dies am besten mit dem bunten Flor der Einjährigen tun. Auch Lücken im Staudenbeet können mit Saisonpflanzen und Zwiebeln optimal ergänzt werden. Die echten Sommerblumenfans unter uns entwickeln jedes Jahr aufs Neue harmonisch abgestimmte Farbkonzepte. In richtiger Zusammenstellung erscheint ihr Blütenflor vom zeitigen Frühjahr bis hin zu den ersten Frösten.
Der Aufbau der Pflanzung
Sie haben Appetit auf ein Blumenbeet bekommen und möchten gern selbst eins in Ihrem Garten anlegen? Wenn Sie die folgenden Tipps beachten, werden Sie lange Freude an Ihrem neuen Blumenbeet haben. Die ersten Überlegungen zu Ihrem neuen Beet machen Sie sich zum Standort. Wo soll es hin, welche Größe soll es haben? Oftmals haben Annuelle sehr leuchtende und kräftige Farben, sie sind ein Blickfang. Wie wäre es mit einem Platz gleich an der Terrasse oder neben dem Eingangsbereich im Vorgarten? Machen Sie sich Gedanken zur Form des Beetes. Rund, oval und rechteckig sind die üblichen Formen für Sommerblumenbeete. Sie können aber auch organische Formen wählen, ganz nach Ihrem Geschmack. Gliedern Sie das Beet gut in die Umgebung ein, ziehen Sie auch in Erwägung, einige Stauden und Gräser mit den Sommerblumen zu kombinieren, um verblühte Frühjahrsblüher zu kaschieren. Klein bleibende Pflanzen gehören in den vorderen Teil ihres Blumenbeetes, größer werdende in den hinteren.
Pflege
Sommerblumen gehören zu den pflegeintensiven Pflanzen. Sie benötigen viele Nährstoffe und regelmäßige Wassergaben. Lange Trockenzeiten und intensive Hitzeeinstrahlung können die Pflanzung dauerhaft schädigen. So ist es notwendig, bei großer Hitze täglich zu gießen und zwar früh morgens oder am Abend, wenn die größte Hitze vorbei ist. Zur Hauptvegetationszeit wollen Sommerblumen einmal wöchentlich gedüngt werden. Das geht am besten, indem Sie speziellen Flüssigdünger mit hohem Phosphor- und Kaliumanteil beigeben, das fördert die Blütenbildung der Pflanzen. Zur regelmäßigen Pflege Ihres Sommerblumenbeetes gehört auch das Ausputzen und der Rückschnitt von Verblühtem. Indem Sie die Pflanze an der Samenausreifung hindern, verlängern Sie ihre Blühdauer. Durch regelmäßiges Hacken und Auflockern der Oberbodenkrume verbessern Sie die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens. Alle drei bis vier Wochen ist aufgelaufenes Kraut mit Wurzel zu entfernen.
Ein Blumenbeet mit Prachtstauden
Ein Blumenbeet mit Prachtstauden verlangt einen sonnigen Standort mit frischem, nahrhaftem Boden. Das Blumenbeet sollte nicht zu klein angelegt werden, denn Prachtstauden benötigen Raum, um wirken zu können. Dem Auge sollte die Möglichkeit gegeben sein, es als Ganzes zu erfassen und sich, beispielsweise durch die Zugänglichkeit eines nahe verlaufenden Weges, an einzelnen Blütenformen und -farben zu erfreuen. Prachtstauden sind zum Beispiel Rittersporn (Delphinium-Hybriden), Klatschmohn (Papaver), Königskerzen (Verbascum) und Palmlilien (Yucca). Sie haben die Eigenschaft, das Blumenbeet für einige Wochen durch ihre Größe, Form und Farbe in seinem Erscheinungsbild zu variieren.
Ein pflegeleichtes Blumenbeet mit bodendeckenden Stauden
Für jeden Lebensbereich gibt es die Möglichkeit einer pflegeleichten Beetgestaltung mit bodendeckenden Stauden. Wenn man nicht viel Pflege aufwänden und dennoch nicht auf Blühaspekte verzichten will, sind bodendeckende Stauden die richtige Wahl für das Blumenbeet. Für den Lebensbereich Freifläche, dessen Standort sonnig ist, eignen sich je nach Bodenfeuchte verschiedene Arten von Storchschnabel (Geranium), Stachelnüsschen (Acaena) oder Katzenminze (Nepeta) zur flächigen Begrünung. In den Lebensbereichen Gehölz und Gehölzrand wachsen Stauden, die ohne Sonne oder nur mit wenigen Stunden Sonne am Tag auskommen. Oftmals haben sie ihre Blühhöhepunkte im zeitigen Frühjahr, wenn die umgebenden Gehölze noch nicht voll belaubt sind. Zu ihnen gehören beispielsweise Bärlauch (Allium), Lerchensporn (Corydalis), Elfenblumen (Epimedium) und der Waldmeister (Galium).
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Das Blumen-Beet mit Dahlien, Begonien und fleißigen Lieschen im Juni
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Dipl.-Ing. Johannes Windt
Deutschlandweiter Ingenieurverbund für Garten- und Landschaftsplanung "Frischer Windt"
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