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Schwimmteich

Planung, Bau, Beispiele und Technik

Der Schwimmteich stellt eines unserer Hauptaufgabengebiete dar. Als Ingenieurverbund für Garten-Planung und Generalunternehmung für Landschafts-Bau planen, bauen und warten wir die Anlagen professionell mit langjähriger Erfahrung im westlichen Nordrhein-Westfalen. Die Region Aachen, Düren, Jülich, Mönchengladbach, Düsseldorf, Krefeld, Köln, Bonn und die nördliche Eifel (Region Monschau und Kreis Euskirchen) sind dabei unser Einzugsgebiet.

 

Wasserfall am Schwimmteich

Ihr Vorteil

Wir planen die Anlage so, dass das Wasser auf rein biologische Weise und mechanische Filtrierung klar gehalten wird. Nur das macht einen Schwimmteich pflegeleicht und langlebig.  Wir arbeiten mit keinen Tricks, wie zum Beispiel Zusatz von Chemie, UV-Lampen (tötet auch Nützlinge), oder großen Mengen an Zeolithen, die das Wasser zwar rein halten, jedoch nur eine begrenzte Lebenserwartung haben.

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Thematische Einleitung

Ein Schwimmteich ist ein künstlich angelegtes und abgedichtetes Gewässer, welches biologisch gereinigt wird. Es stellt somit eine Verschmelzung aus Swimmingpool und ökologischem Teich dar. Der Schwimmteich ist pflegeleicht, bietet den Anblick eines natürlichen Gewässers und ist für Ihren Badespaß auf eine dauerhaft klare Wasserqualität optimiert.

Vergleich zwischen Schwimmteich und Swimmingpool

In einem konventionellen Swimmingpool wird mit Hilfe von chemischen Mitteln die Keimzahl im Wasser unter einem relevanten Maß gehalten und somit auch das Wachstum von Algen verhindert. Das Wasser ist in der Regel glasklar und eine Begegnung mit schwimmenden oder tauchenden Tieren braucht man nicht zu befürchten.

 Holzterrasse am Schwimmteich

Dennoch bietet der Badeteich gegenüber einer konventionelle Pool-Anlage entscheidende Vorteile für den Garten:

  • Ein Schwimmteich ist meist preisgünstiger in der Erstellung und deutlich günstiger im Unterhalt als konventionelle Anlagen, die unter anderem mit chemischen Mitteln sauber gehalten werden. Der Begriff „sauber" ist dabei Ansichtssache. Swimmingpools enthalten aufgrund der Chlorgaben sicher die geringere Anzahl an Mikroben im Wasser, doch unsichtbare chemische Verunreinigungen können im Schwimmteich leichter biologisch abgebaut werden.
  • Zudem ist auch das Wasser im Schwimmteich viel „weicher" und angenehmer als bei gechlorten Becken.
  • Ein Schwimmteich ist auch bei schlechtem Wetter frei von unschönen Abdeckungungskostruktionen und macht auch im Winter „eine gute Figur". Er eignet sich bei entsprechender Eisdicke und einer darauf ausgelegten Folienbefestigung am Rand sogar zum Schlittschuhlaufen.

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Reicht ein großes Loch mit Folienabdichtung, Wasserbefüllung und ein paar Pflanzen?

Durch die Luft und den Niederschlag ist in Deutschland ein jährlicher Stickstoffeintrag in einer Größenordnung von ca. 200 kg pro Jahr und Hektar zu verzeichnen. Dies ist zum einen auf Abgasemissionen (Stickoxide) und zum anderen auf den Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft zurück zu führen. Hinzu kommen herabfallendes Laub, tote Insekten, Blütenstaub und Pflanzensamen, die ständig ins Wasser eingetragen werden. Daher besteht in jedem Gewässer die Gefahr, dass sich mit der Zeit mehr und mehr Nährstoffe anreichern, die zu vermehrtem Algenwachstum und zu einer Wassertrübung führen. Im Extremfall kann so ein Gewässer sogar umkippen" und aufgrund sauerstoffreduzierender Verrottungsprozesse sogar anfangen moderig zu riechen. Ein einfaches Loch mit Folienabdichtung und Wasserbefüllung eignet sich also nicht als Schwimmteich.

Baden in einem Schwimmteich macht nur bei einwandfreier Wasserqualität wirklich Freude. Daher muss mit geeigneten Maßnahmen dafür gesorgt werden, dass das Wasser dauerhaft klar bleibt, dass also überschüssige Nährstoffe immer wieder entzogen werden.

 Bild vom gesamten Badeteich Sprung ins Wasser vom Schwimmteich

Wie ist ein Schwimmteich aufgebaut?

Ein Schwimmteich gliedert sich im Wesentlichen in 2 Teilbereiche:

die Schwimmzone (Tiefwasserbereich) und die Regenerationszone (Flachwasserbereich). Der Schwimmbereich sollte groß und tief genug sein, damit der Badebetrieb richtig Freude macht. In der Regenerationszone wird das Wasser von Nährstoffen und Schmutzpartikeln befreit. Der Flächenanteil, den die Regenerationszone benötigt, hängt unter anderem von der Nutzungsintensität, vom Nährstoffgehalt des verwendeten Wassers und von den Besonnungsverhältnissen im Teich ab. Er sollte je nach Einzelfall zwischen 30 und 70 Prozent der gesamten Wasserfläche betragen.

 Teich-Entwurf als Aquarell-GemäldeMan unterscheidet zwischen intensiven und extensiven Anlagen. Extensive Anlagen kann man mit einem Minimum an Technik (teils sogar ganz ohne Wasserumwälzung) planen. Sie benötigen dafür in der Regel eine wesentlich größere Fläche, um das Wasser auf natürlichem Wege zu reinigen. Intensive Anlagen werden unterschieden in sogenannte „Ein-Topf-Systeme" und „Zwei-Topf-Systeme".

Bei ersteren bilden die Flachwasser- und die Schwimmzone eine mehr oder weniger zusammenhängende Wasserfläche. Diese können durch gestalterische Mittel optisch getrennt sein, wie zum Beispiel durch Trittsteine über das Wasser oder durch eine unter der Wasseroberfläche befindliche Mauer. Extensive Anlagen werden in der Regel als Ein-Topf-System gebaut.

Bei einem Zwei-Topf-System ist die Reinigungszone vom Schwimmbereich räumlich getrennt. Dies ist sinnvoll, wenn der zur Verfügung stehende Platz für beide Zonen nicht ausreicht oder aber in intensiv genutzten Anlagen, wie zum Beispiel öffentlichen Schwimmteichen. Zwischen beiden Becken zirkuliert das Wasser über einen Bachlauf oder über ein Leitungssystem. Die Reinigungszone entspricht in ihrer Wirkweise dann einer Pflanzenkläranlage.

Die linke Abbildung zeigt den Entwurf zu einer Anlage mit einem Schwimmbereich links, der durch Trittpodeste von der Reinigungszone rechts getrennt ist.zum Seitenanfang

 Teichgrund mit Kieselsteinen als mögliche Alternative zu nackter FolieWie behält der Schwimmteich eine saubere Wasserqualität?

Dafür sorgen im Wesentlichen 5 Komponenten, die allesamt darauf abzielen, dem Wasser Nährstoffe zu entziehen, die sonst das Algenwachstum und Wassertrübungen fördern würden.
Schwimmteiche behalten nur dann eine ansprechende Wasserqualität, wenn die Planung und die darauf aufbauende Erstellung der Anlage fachgerecht durchgeführt worden sind.
Die Abbildung links zeigt die Kieselsteine auf dem Grund eines von uns geplanten Badeteichs in Mönchengladbach, fotografiert durch 2 m tiefes Wasser.

1. Ufersubstrate

Spezielle Ufersubstrate haben die Eigenschaft, dem Wasser Nährstoffe zu entziehen. Diese werden in einer Schichtdicke von 30 bis 70 cm in den Flachwasserzonen eingebaut und mit Hilfe von Drainagerohren und einer Pumpe durchströmt. Die erforderliche Menge der Substrate hängt von der chemischen Zusammensetzung des Füllwassers, vom Wasservolumen, von der Sonneneinstrahlung und der Nutzungsintensität ab und muss nach mehreren speziellen Formeln berechnet werden. Es gibt verschiedene Produkte, die auf dem Markt angeboten werden und die zur Verwendung für Schwimmteiche von Bedeutung sind. Wir möchten Ihnen hiermit einige davon beispielhaft vorstellen.

 Wasserreinigung durch Ufersubstrate. Hier: Vulkangestein. Vulkangestein als Ufersubstrat wird eingefüllt

Splitt aus Vulkangestein (z.B. Vulkalit, zu sehen auf den Abbildungen oben) oder anderen Steinsorten ist porös und hohlraumreich und besitzt dadurch folgende gewässerbiologische Eingeschaft: Auf seiner Oberfläche siedelt sich ein erwünschter Bakterienrasen an, welcher sich von im Wasser enthaltenen Schwebstoffen ernährt und ihm damit Nährstoffe entzieht. Aufgrund der großen inneren Oberfläche ist die Fläche des Bakterienrasens bei hohlraumreichen Materialien besonders groß und die Reinigungsleistung entsprechend hoch. Gut geplante Schwimmteiche erhalten von dem Vulkangesteinen einige Tonnen, welche in den Flachwasserzonen verarbeitet werden. Wenn besonders viel Fläche im Flachwasserbereich zur Verfügung steht, kann aus Kostengründen auch Sand,(braucht große flächen) bzw. Kies verwendet werden, der aufgrund der geringeren inneren Oberfläche (Rundkorn ohne Hohlräume) in entsprechend größerer Menge zu verarbeiten ist. Dieser mikrobielle Reinigungsprozess hat an der Wasserreinhaltung den größten Anteil.

Eine weitere Produktgruppe sind die Zeolithe, welche folgende gewässerchemische Eigenschaft aufweisen:
Sie entziehen dem Wasser hauptsächlich Stickstoff-Verbindungen und halten sie wie ein Magnet an ihrer Oberfläche fest, bis eine Uferpflanze sie aufnimmt. Die Zeolithe werden in der Regel mit einigen Hundert Kilogramm bis einer Tonne verarbeitet und können zum Beispiel in die Flachwasserzonen integriert werden. Dort nehmen die Wasserpflanzen die an der Zeolith-Oberfläche gesammelten Stickstoffverbindungen auf und somit ist eine relativ lange Wirksamkeit gewährleistet.
Eine zweite Möglichkeit besteht darin, die Zeolithe in den Filterschacht zu integrieren. Dort werden sie gut durchströmt, jedoch lässt ihre Wirksamkeit nach einigen Jahren nach. Die Zeolithe können durch eine Behandlung mit Kochsalz oder salzsäurehaligen Präparaten reaktiviert werden.

Weitere Produkte sind am Markt erhältlich und je nach Wasserqualität für das jeweilige Projekt mehr oder weniger sinnvoll. Zur Reduzierung des Phosphatgehalts können beispielsweise Phosphatbinder eingesetzt werden. Andere Mineralgemische von anderen Herstellern, teilweise mit nützlichen Zuschlagstoffen, wie zum Beispiel Biocalith, seien hier nur erwähnt. Wir sind unabhängig von Lieferanten und stellen genau die Substratmischung für Ihren Schwimmteich zusammen, die Sumpfdotterblume und andere Repositionspflanzen in der Regenerationszone die optimale Leistung bei den geringstmöglichen Kosten bringt. 

2. Repositionspflanzen

In den mit Ufersubstraten aufgefüllten Flachwasserzonen wachsen verschiedene Repositionspflanzen, die jedes Jahr viel Biomasse aufbauen, welche sie aus den Nährstoffen im Wasser gewinnen. Im Winter werden diese Pflanzen abgeschnitten und somit die Nährstoffe aus dem Ökosystem entfernt. Die verschiedenen Pflanzen haben dabei artspezifisch unterschiedliche Auswirkungen auf die Wasserqualität und sollten in ihrer Zusammensetzung an die Beschaffenheit des eingespeisten Wassers (u.a. pH-Wert, Phosphat- und Stickstoffgehalt) und an die zu erwartende maximale Badegästezahl angepasst werden. Bezüglich der Reinigungsleistung für Schwimmteiche besonders leistungsfähige Pflanzen werden als Repositionspflanzen bezeichnet.zum Seitenanfang

3. Pumpen- und Filtersystem

Ein Pumpensystem wälzt das im Schwimmteich vorhandene Wasser im Schwimmteich um und pumpt es durch Filterschächte. Es wird dabei auf physikalischem (Filtervliese oder -granulate) und biologischem Weg (Mikroorganismen) von Schweb- und Nährstoffen gereinigt und in einem aus Natursteinen angelegten Bachlauf mit Sauerstoff angereichert.

 Blick in eine handelsübliche Filtertrommel Pumpe im Kunststoffschacht

4. Planktische Filtrierer

Der Schwimmteich ist ein Ökosystem, in denen ein Stoffkreislauf von „Leben" über „Sterben" bis hin zum „Recycling" der toten organischen Substanz hin zu neuer Biomasse besteht. Ein Teich sollte so geplant werden, dass wasserfiltrierende Kleinstorganismen optimale Lebensbedingungen vorfinden, sich demnach gut vermehren und einen maßgeblichen Beitrag zur Wasserreinhaltung leisten können.

Wichtige Vertreter davon sind die Wasserflöhe, welche sich von planktischen Algen ernähren. Um sie zu schützen, bedarf es einer sorgfältigen Planung, die berücksichtigt, dass diese Kleinstlebewesen bestimmte ökologische Nischen besetzen. Es müssen unterschiedliche Teilbereiche vorhanden sein, die unterschiedliche Lebensweisen ermöglichen, so zum Beispiel Zonen mit stärkerer und Zonen mit geringerer Wasserströmung. Es müssen Rückzugsräume geschaffen werden, wo die Wasserflöhe vor ihren Fressfeinden geschützt sind.

Je mehr Rückzugsräume vorhanden sind und je strukturreicher der Lebensraum ist, desto artenreicher und stabiler wird die Biozönose. Dies heißt auch, dass geringere Schwankungen im Algenbestand stattfinden und somit eine massenhafte Algenentwicklung in Zeiten, wo deren Fressfeinde rar sind, so weit wie möglich vermieden wird.

Fressfeinde sind zum Beispiel Fische, auf die später genauer eingegangen wird.

Ebenso darf das Substrat im Filter nicht zu fein und der Filter selbst nicht trocken sein, sonst filtert man nicht nur Verunreinigungen, sondern die Flohkrebse gleich mit heraus.

Ebenso wie unterschiedliche Standortbedingungen in einer Landschaft die Biodiversität, also den Artenreichtum fördern, so verbessert sich der Artenreichtum und damit das ökologische Gleichgewicht in einem Schwimmteich bei Schaffung unterschiedlicher Kleinstlebensräume. Mit ökologischem Gleichgewicht ist hier unter anderem gemeint, dass der Bestand an Flohkrebsen und der an planktischen Algen sich auf ein sinnvolles Maß einpegeln kann.

 Frösche und Kröten siedeln sich gelegentlich im Schwimmteich an.

5. Andere für den Schwimmteich nützliche Tiere

Zusätzlich zu den planktischen Filtrierern leisten auch andere Tiere nützliche Dienste und können gezielt im Teich ausgesetzt werden:

Wasserschnecken fressen Algen von der Folien- oder Steinoberfläche ab.

Flusskrebse, Teichmuscheln und Flussmuscheln fressen organisches Material. Letztere filtern bis zu 2 Litern Wasser pro Stunde.

 

 

 

 



Dipl.-Ing. Johannes Windt

Deutschlandweiter Ingenieurverbund für Garten- und Landschaftsplanung "Frischer Windt"

Planung, Gestaltung und Pflege für Außenanlagen aller Art

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Telefon: 0 24 63 - 99 85 56, Mobil: 01 62 - 67 98 49 0

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