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Gartenplanung Dipl.-Ing. Johannes Windt

Acer pseudoplatanus – Bergahorn

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Erkennung: grüne Knospen, Blütenrispen hängend

Blüten, Früchte: hängende Blütenrispen blühen im Mai, aber erst nach dem Laubaustrieb (nicht so dekorativ wie Spitzahorn); 2 Fruchtkörper bilden in etwa rechten Winkel (auch weniger stumpf)

Laub: Stiel ohne Milchsaft, Herbstfärbung: goldgelb, oft mit schwarzen Flecken (Runzelschorf); Streu-pH: ca. 4,5; Mullhumus; nach 1 bis 11/2 Jahren zersetzt

Größe: bei besten Voraussetzungen im Freistand bis 35 m, kugelige bis breit gefächerte Krone; dicht; Stamm meist bis Wipfel, im Alter knorrig

Wuchsleistung: mittelschnell bis schnell wachsend, Zuwachs pro Jahr ca. 80 cm in der Höhe und ca. 50 cm in der Breite

Herkunft: heimisch in Hügel- und Bergland

Besonnung: strahlungsfest, schattenfester als Spitzahorn, mäßiges Licht- und Wärmebedürfnis, Halbschattenbaumart; sonnig bis halbschattig; stirbt bis zum 8. Lebensjahr bei zu wenig Licht

Boden: empfindlich gegen Bodenversiegelung; nicht Innenstadt (auch zu groß), Landstraße geht; tiefgründige, frische bis feuchte, humus-nährstoff- und basenreiche Böden in kühl luftfeuchten Lagen, empfindlich gegen Staunässe, bei genügend Luftfeuchte auch auf Humus-Carbonatböden (Rendsina) empfindlich gegen Überschlickung (Bodeneinfüllung und Luftabschluss); nicht an Ufern; gute Pflanze zur Erschließung von Rohböden schwach sauer bis stark alkalisch; keine besonderen Ansprüche; tiefgründig; auch kalkhaltig; fließendes Grundwasser geht; durchlüftet lehmliebend; anspruchsvoll; nährreiche Pflanze; chloridempfindlich; pH 4,2 – 5,0 bevorzugt

Verwendung: allein, Reihen Solitär, breite Bodenschutzpflanzen, Parks, Wälder- und Heckenlandschaften, besonders Gebirge und Mittelgebirge, Zierbaum, in Alpen bis 1800 m; wo sich Sommerlinde und Esche wohlfühlt, wächst auch Bergahorn; nicht in Innenstadt, weil zu großkronig, staubempfindlich, empfindlich gegen Verletzungen, besonders in der Saftzeit (starke Zuckerausscheidung lockt Pilze an); gut verträglich mit Eiche, Linde, Esche und Ulme; Begrünung von Kippen und Halden (wenn wenig Rauch und Staub); im Wald: Spitzahorn an den Waldrand pflanzen, Bergahorn ins Innere des Waldes, Windschutz, Hangbefestigung, Bienenweide; Straße: bedingt geeignet

Alter: mehrere hundert Jahre (älter als Spitzahorn) 500 Jahre

Wurzeln: asymmetrisch, kräftiger Herzwurzler; Tonböden: stummelartige Pfahlwurzel; humose, quarzhaltige Böden: tiefe Pfahlwurzel; rasches und starkes Dickenwachstum der Wurzeln, sprengt Boden auf; mäßig tief wurzelnd; keine obligatorischen Mycorrhiza-Pilze; Oberboden intensiv durchwurzelt

Sonstiges: Boden unter Bergahorn am wenigsten sauer, guter Bodenvorbereiter für andere Pflanzen; windfest; treibt nach Spitz- und Feldahorn aus; enge Gefäße; Honigabsonderung; rotpustelgefährdet; Versiegelung, Verdichtung schlecht; liebt Luftfeuchte

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