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Fische und Kois im Schwimmteich?

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Fische tragen in erheblichem Maße zu einer Wasserverunreinigung bei. Neben ihren Exkrementen wirbeln sie durch ihren Flossenschlag den am Boden sedimetierten Mulm auf und setzen ihn somit einer beschleunigten Mineralisation aus, was wiederum zu vermehrtem Algenwachstum führt. Zudem ernähren sich zahlreiche Fischarten von Flohkrebsen, die als Wasserfiltrierer geschützt werden sollen. Daher dürfen in Schwimmteichen keine Fische eingesetzt werden. Werden Fische in einen Teich eingesetzt, so handelt es sich um keinen Schwimmteich, sondern einen Fischteich. Für Fischteiche gelten die strengen Wasserrichtwerte nicht, die für Schwimmteiche gelten. Daher schließen sich ein Fischbesatz und eine Eignung als Schwimmteich gegenseitig aus.

 

keine Fische in den Schwimmteich

Gelegentlich lässt sich die Besiedlung mit kleineren Fischen wie Stichlingen nicht vermeiden. Sie werden in Form von Eiern an den Füßen von Schwimmvögeln eingetragen und können anschließend kaum noch eliminiert werden. Lediglich ein Besatz mit Raubfischen wie Hecht oder Barsch kann den Bestand in einem akzeptablen Rahmen halten. Diese Kleinfische in geringen Mengen kann das Ökosystem verkraften.

Im Falle von Fischbesatz mit anschließender Fütterung muss automatisch mit steigenden Nährstoffgehalten und vermehrtem Algenwachstum, sowie Ablagerungen und Trübungen im Wasser gerechnet werden, weil die Fischfütterung gigantische Mengen höchst konzentrierter Nährstoffe in den Teich bringt, darunter auch viel Phosphat. Dies kann mit folgender Berechnung verdeutlicht werden:
Das angenommene Volumen des Teiches (Teil mit Kois) beträgt ca. 70 m³. Bei angenommen 0,5 kg Fisch pro m³ Wasservolumen ergeben sich 35 kg Koi-Besatz. Die Fische brauchen zur Erhaltung ca. 1% der Masse an Futter pro Tag. Zum Wachsen brauchen sie noch etwas mehr. Gehen wir zur Berechnung aber mal vom Mindestwert aus.

Dies entspricht einer täglichen Futtergabe von mindestens 350 g Fischfutter. Das Futter enthält etwa 1% Phosphor (0,6%-2% je nach Sorte). Täglich wird der Teich also mit etwa 3,5 g Phosphor (P) belastet. 90% des P werden ausgeschieden, 10% bilden die Biomasse der Fische. Diese bestehen selbst zu 0,5% aus P. Demnach beträgt der tägliche Phosphat-Eintrag durch die Fütterung 3,15 Gramm (= 90% von 3,5). Verteilt auf 70 m³ Wasser ergibt schon die Futtergabe eines einzigen Tages einen Phosphatgehalt von 0,045 mg pro Liter Teichwasser und damit das 4,5-fache des Leitwertes für das Wasser in öffentlichen Schwimmteichen! Der Leitwert liegt bei 0,01 mg/Liter Wasser. Quelle: FLL

Bei angenommenen 250 Fütterungstagen pro Jahr würde der Phosphatwert um den Faktor 250 bis 1.000 über dem Schwimmteichleitwert liegen, wenn Regenerationszone und Filterkammer nicht für einen Abbau sorgen würden.

Deshalb sollten Schwimmteiche grundsätzlich frei von Fischbesatz bleiben.

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