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Gartenplanung Dipl.-Ing. Johannes Windt

Fagus sylvatica – Rotbuche

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Herkunft: heimisch

Habitus/Größe: Wuchshöhe ca. 30 – 40 m; Kronendurchmesser ca. 25 m im Freistand; Freistand: kurzstämmig mit ausladender Krone; Bestand: Stamm lange astfrei; Krone besenförmig; dicht

Wuchsleistung: Zuwachs pro Jahr ca. 40 cm in der Höhe und ca. 30 cm in der Breite

Laub: bekannt; Laub lange haftend; oft (besonders bei Hecken) bis zum Frühjahr; Herbstfärbung braun-rot, vorher gelblich; zartgrün im Frühling

Blüten, Früchte: unauffällig; Bucheckern im September/Oktober reif

Wurzeln: dicht verzweigt, oberflächennah, weit ausgebreitet, hoher Anteil an Feinwurzeln; ausgesprochen starker Flachwurzler; kein angenehmer Nachbar für andere Flachwurzler; Wurzeln gehen oft über Krone hinaus; 1 – 1,4 m tief; je nach Boden nur 30 cm; Sand: Wurzeldurchmesser beträgt 2x Kronendurchmesser!

Boden: anspruchsvoll; kalkhaltig; nicht für austrocknende Böden; sandiger Lehm bis Lehm, frisch bis feucht, schwach sauer bis alkalisch; gute bis beste Böden; mittel- bis tiefgründig; locker, nährstoffreich; empfindlich gegen Dürre, Staunässe, Überflutung; mineral- und humusreich; chloridempfindlich; verträgt keine Änderung der Feuchtigkeits- und Ernährungsverhältnisse im Boden; stirbt bei Bodenverdichtung durch Tritte; größte Leistung auf verwittertem, humosem Kalk; nicht so extrem kalkhold wie Esche und Sommerlinde; neutrale Böden sind optimal; mäßig saure, mineralreiche sind noch gut; tonige, dichte luftabschließende, trockene Böden sind schlecht; in natürlichem Areal nicht auf Grundwasser angewiesen, liebt aber frisches, bewegtes, mineralreiches, luftreiches Druck- und Rieselwasser; Grundmoränenböden, Granitverwitterungsböden, sorptionskräftig; besser nicht grundwasserfern; Versiegelung schlecht; sauer bis basisch

Besonnung: in Jugend extrem schattenfest (unter großen Bäumen); schützt sich durch eigenes Laub vor Strahlung; sonnig bis halbschattig (breites Spektrum); verträgt von allen heimischen Laubgewächsen am meisten Schatten; je älter, desto mehr Sonne; 1/60 des Tageslichtes geht noch

Klima: warm bis mäßig warm; bevorzugt im Bereich feuchten und wintermilden Klimas; empfindlich gegen Dürre, Spät- und extreme Winterfröste; verträgt keinen Wechsel der Luftfeuchte; relative Luftruhe, hoher Niederschlag, ausgeglichener Wärmehaushalt; in kontinentalem Klima nicht vorkommend; hitze- und strahlungsempfindlich; bis         – 30 °C; keine Abgase!; kein Wind

Verwendung: Parks, Baumkulissen, Forst, Alleen, nicht in der Stadt (nur möglich bei optimalem Standort); Buchenreinbestand: artenarm; Mischbestand mit anderen Gehölzen: artenreich; stirbt bei plötzlicher Freistellung; verträgt keine Aufschüttung und Abgrabung; nicht in Windschneisen; Buche wird unter Eiche groß; nicht umgekehrt; nicht zur Hangbefestigung, denn Buche rutscht mit und kann sogar andere Bäume mitreißen; größere Gärten, Siedlungen und die freie Landschaft; Sichtschutz; breite Bodenschutzpflanzungen; Straße: nicht geeignet; geschnittene Hecke; Küste; Mittelgebirge; nicht: Ackerhügelland

Alter: bis 300 Jahre, häufig bereits nach 120 – 160 Jahren wipfeldürr und kernfaul

Erkennung: spindelförmige Knospen; Blätter spitz-eiförmig

Sonstiges: Kalkgehalt des Buchenlaubes ist hoch; in maritimem Klima N-W-Deutschlands kann sich Buchenlaub nur mangelhaft zersetzen -> Trockentorf; Altbuchen von verpilztem Holz befreien; Restholz desinfizieren; hier: konkurrenzstärkster Waldbaum; unter dem Kronendach gedeihen nur wenige krautige Pflanzen; enge Gefäße -> Stammschäden weniger schlimm; obligate Ektommycorrhiza; keine Chance in versiegeltem Umfeld; Pilz braucht O2; Pflanzung mit Ballen; wertvollstes Laub zur Erdgewinnung; zerstreutporig; Mineralbodenkeimer; Mulchhumusbildner; ph (Streu): 4.3; Zersetzungsdauer 1 ½ – 3 Jahre

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