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Gartenplanung Dipl.-Ing. Johannes Windt

Populus nigra Italica – Italienpappel

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Hoher und raschwüchsiger Säulenbaum für Alleen, sowie als Hausbaum für schmale Platzverhältnisse; sehr schnittverträglich.

Beschreibung der reinen Art Populus nigra

Herkunft: heimisch, warme Flusstäler

Habitus, Größe: lockere, starkästige Krone, gerader, aber nicht durchgehender Stamm; Wuchshöhe ca. 40 m; im Freistand höchster heimischer Baum; Kronendurchmesser ca. 15-20 m

Wuchsleistung: rasch; Zuwachs pro Jahr ca. 70-80 cm in der Höhe und ca. 50-60 cm in der Breite

Blätter: Herbst: gelb; siehe Erkennung;

Blüten, Früchte: Blüten April/Mai vor dem Laubaustritt, zweihäusig; männliche Blüten: hängende, dickwalzige, bis 9 cm lange Kätzchen, gelbbraun bis rötlich; weibliche Blüten: gelbgrün; haarige Früchte aus Kapseln im Mai-Juni

Wurzeln: meist flach, bildet Wurzelsprosse; intensiver; auf trockenen Standorten tiefgehend und weitstreichend; aggressievs Wurzelwerk, das Pflasterungen anhebt; verträgt als einzige Pappel Überschotterung

Boden: auch periodisch überschwemmt; bevorzugt lockere Sand- und Tonböden; allgemein anpassungsfähig, auch trockener (Dünen); optimaler Wuchs mit geraden Stämmen auf feuchten, tiefgründigen, nährstoffreichen, alkalischen Böden; kalkliebend; Säure und Staunässe meidend; bis nass; versagt auf grundwasserfernen, trockenen Böden; chloridempfindlich (Populus)

Besonnung: sonnig bis absonnig

Klima: etwas wärmeliebend; dürregefährdet; gut frosthart; windresistent

Verwendung: an Wasserläufen im Flach- und Hügelland; Parkanlagen; mit Silber-Weide die Baumschicht der Weichhölzer-Aue bildend (Silberweidenwald heute seltener); kein Wald- sondern Auenbaum

Alter: 200-300 Jahre

Erkennung: runde Beulen am Stamm; junge Zweige rund; Blätter rhombisch-eiförmig, Spreitengrund breit-keilförmig (an Kurztrieben auch gestutzt oder rundlich), Rand stets ungewimpert, Narben 2, Kapseln 2-klappig; 5-zackiges Mark; Blattrand durchscheinend; Stiel flach

Sonstiges: stark schattend (Unterbau problematisch, Quercus robur möglich); frühe Bildung eine tiefrissigen, schwärzlichen Borke; vermehrbar durch meterlange, > 15 cm dicke Stecklinge

Besonderheiten der hier angebotenen Sorte ‚Italica‘

Die im Jahre 1758 gefundene Sorte wächst säulenförmig und hat dadurch eine besondere architektonische Wirkung. Es ist der größte Säulenbaum, der in unseren Breiten gedeiht; gut stadtklimaverträglich; Verwendung als Solitär oder in lockeren Gruppen bei beengten Platzverhältnissen oder als Haubaum, dabei sollte jedoch seine Windbruchempfindlichkeit beachtet werden; Eine Kappung auf eine beliebige Höhe alle paar Jahre ist möglich. Der Baum treibt munter wieder aus. Eine Verwendung als sehr eng nebeneinander gepflanzte Windschutzhecke hat sich nicht bewährt, da die Pappeln dann untereinander keinen Kronenschluss bilden. Jede Pflanze hält etwa 1 m Abstand zur Nachbarpflanze, auch und insbesondere, wenn sie mit 2 m Abstand recht eng gesetzt werden. Der Kronendurchmesser bleibt dann entsprechend schmal und unansehnlich, wobei die normale Höhe von 20-30 m erreicht wird. Die Ursache liegt wahrscheinlich darin, dass die Äste der Nachbarpflanzen bei Sturm aneinanderschlagen und brechen. Daher empfehlen wir einen Pflanzabstand von mindestens 5-6 m, besser mehr, denn im Alleinstand formt sich die wunderschöne, zigarrenförmige Krone am besten aus.

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