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Gartenplanung Dipl.-Ing. Johannes Windt

Sorbus aucuparia – Eberesche, Vogelbeere

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Herkunft: heimisch; Westasien bis Sibirien

Habitus, Größe: Wuchshöhe ca. 6-12 (20-22) m, Kronendurchmesser ca. 4-6 m; ovale, später mehr rundliche Krone oder mehrstämmig verzweigter Strauch; Äste in jungen Jahren aufrecht und recht starr, nach einigen Jahren nicht mehr so starr und leicht überhängend; stark lichtdurchlässig

Wuchsleistung: in den ersten 20 Jahren rasch, danach stockend, Zuwachs pro Jahr ca. 40 cm in der Höhe und ca. 30 cm in der Breite;

Blätter: Herbst prachtvoll gelb bis rot; wechselständig; oben dunkelgrün, unterseits graugrün; frühester Herbstfärber der Gattung; Blättchen am Grunde unsymmetrisch

Blüten, Früchte: Blüten im Mai/Juni, weiß in 15 cm breiten, flachen Rispen, zwittrig, stark duftend; orangerote Früchte in großer Fülle ab Ende August bis Oktober, essbar, Vitamin-C-reich, Vogelnahrung; Früchte bis weit im Winter am Baum

Wurzeln: Senkerwurzeltyp, bis 2 m tief, Seitenwurzler flachstreichend, Mycorrhiza

Boden: optimal: frisch-feucht, nicht zu nährstoffarm, locker, leicht sauer, humos; sehr tolerant -> auch noch gut: arm, sandig, trocken; kalkverträglich; lehmiger Sand-Lehm; anspruchslos; empfindlich für Oberflächenverdichtung; salzverträglich; sauer (pH < 4,2) bevorzugt; Sorbus sehr streusalzempfindlich

Besonnung: sonnig bis halbschattig

Klima: frosthart; junge Pflanzen auf flachgründigen Standorten dürregefährdet; empfindlich gegen längere Sommertrockenheit; durchschnittliche Windresistenz; hohe Standfestigkeit durch Senkerwurzel; kühl-mäßig warm; sommerkühl, winterkalt

Verwendung: Solitär, Gruppen; Schutzpflanzungen; Pionier; Stadtstraße: nicht geeignet, weil Fruchtfall, hitze- und strahlungsempfindlich, nicht in befestigten Flächen verwendbar; Straßenbaum zwischen Orten und in der Vorstadt; Gärten, Parks; wo Wild an Eberesche knabbert, verschont es Edelhölzer -> Dauermaßnahme gegen Verbiss (treibt rasch und stark wieder aus); lichte Wälder; Hecken; Heidegebiete; felsige Hänge; bis 2000 m (Waldgrenze)!; Moorränder, Bienenweide, Vogelschutzgehölz; mit Rhododendron, Ericaceen, Espe

Alter: 80-150 Jahre

Erkennung: Knospen weißfilzig behaart, dunkelviolett, nicht klebrig, oder grün-braun; Triebe schokoladenbraun, Lenticellen hell; Endknospe ca. 9 mm lang; Knospen dem Trieb angedrückt, lichtwärts gebogen; zweitoberste Knospe auffallend klein; oberste groß

Sonstiges: hohes Ausschlagsvermögen; schlechte Böden -> frühe Vergreisung; verbissgefährdet; Borke glatt; Rinde mit waagerechten Lenticellen, weißen Flecken und kleinen Spalten; etwas streusalzverträglich; bodenpfleglich; 63 Diasporen fressende Vogelarten; etwa 22 phy.  Insektenarten

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